Ziegenmilch für die Haut

Ziegen werden seit 8000 - 9000 Jahren domestiziert und sind von jeher in unseren mittel- und südeuropäischen Lebensräumen beheimatet.

Sie sind sehr genügsam, einfach zu halten und fressen dank ihres effektiven Verdauungssystems wenige und vielfältige Pflanzen.

Sie können durch ihre Kletterfähigkeit dort gehalten werden, wo eine Rinderhaltung nicht mehr möglich ist.

Die Ziege dient dem Mensch seit tausenden von Jahren als Zugtier, Lasttier sowie als Milch-, Fleisch- und Lederlieferant.

Ziegen ernähren mit ihrer Milch Säuglinge, Kinder und auch Jungtiere von Katzen und Hunden, die schlecht gedeihen.


Was unterscheidet Ziegenmilch von anderen Milchsorten?


Die Zusammensetzung von Ziegenmilch ist deutlich anders in Bezug auf Fettsäuren, Proteinen und Vitaminen.


Fettsäuren

Die leichtere Verträglichkeit von Ziegenmilch entsteht durch den Gehalt an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren wie die Caprinsäure. Der Name leitet sich von dem lateinischen Wort capra oder caper für Ziege, beziehungsweise Ziegenbock, ab.

Caprinsäure ist eine gesättigte Fettsäure und gibt der Ziegenmilch ihren leicht süßlichen, aromatischen Geschmack.

In Laborversuchen wurde eine Wirksamkeit gegen pathogene grampositive Bakterienstämme und auch gramnegative Bakterien nachgewiesen. Auch ein antiviraler Effekt konnte beobachtet werden und weitere Forschungen stehen an.

 

Eine weitere Fettsäure, die in Ziegenmilch zu einem größeren Anteil vorkommt als in anderen Milchsorten ist die ungesättigte Fettsäure Linolsäure.

Sie ist eine langkettige Fettsäure und mitverantwortlich für die positiven Eigenschaften der Ziegenmilch auf die Haut.

Linolsäure hat eine stabilisierende und glättende Wirkung auf die Hornzellschicht der Epidermis und ist selbst Bestandteil der Fettkörperchen der Hornschicht. Äußerlich aufgetragen wird sie in Ceramide eingebaut, da sie chemisch an diese gebunden ist. Ceramide sind kleinste Fettbausteine, die die Zellen der Hornschicht miteinander verbinden. Die hauteigene Barriere wird gestärkt und der Feuchtigkeitsverlust gemindert.

Linolsäure hat also nicht nur innerlich eine gesundheitsfördernde Wirkung, sondern kann neurodermitische Hautzustände verbessern.

Proteine

Ziegenmilch enthält 3,6 Prozent Proteine.

Im Milchprotein sind bis zu 40 Prozent Aminosäuren enthalten.

Milchproteine stabilisieren von außen den Säureschutzmantel der Haut und sind ein natürlicher Feuchtigkeitsspender.

Aminosäuren, die Bausteine aller Proteine, zerstören freie Radikale und sind damit effektive Antioxidantien.

Sie regen die Zellerneuerung an und sind Bindungspartner für essentielle Fettsäuren.

Die Kollagen- und Elastinbildung wird durch Milchprotein angeregt und hilft damit der Haut ihre Elastizität und jugendliches Aussehen zu erhalten.

Ein Aminosäurenkomplex gilt als starkes Anti-Aging Mittel und wird häufig Kosmetikprodukten zugesetzt.

Vitamingehalt von Ziegenmilch

Den größten Unterschied findet man bei den Vitaminen A und D.

Vitamin A fördert die Zellerneuerung der Haut und ist Bestandteil in Peelingprodukten mit Milchsäure. Im Vergleich zur Kuhmilch ist der Vitamin A Gehalt der Ziegenmilch mehr als doppelt so hoch.


Ziegenmilch enthält außerdem Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B1, B2, B6, B12, Niacin und Folsäure, sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Phosphor, Jod, Kalium und Natrium.






Ziegenmilch hat innerlich und äußerlich einen positiven Einfluß auf die Gesundheit und das Wohlbefinden.

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