FAQ - Wie wasche ich meine Haare mit Haarseife?

Haare waschen mit Seife

Wer mit flüssigem Shampoo in großen Plastikflaschen aufgewachsen ist und jetzt endlich eine natürliche Möglichkeit für die Haarwäsche sucht, ist mit Haarseifen bestens bedient. Wir haben hier zusammengestellt wie man am bestens vorgeht, wenn man mit Haarseife noch keine Erfahrungen gesammelt hat:

 

  1. Von der Haarseife eine kleine Menge abhobeln bis man in etwa ein Häufchen in der Größe einer Walnuß hat und in einem Becher mit handwarmen Wasser auflösen. Danach eine saure Rinse bereiten: zwei Eßlöffel Apfelessig in 1 Liter gefiltertes Wasser geben und die Flasche mit der Rinse in Reichweite stellen. Das Wasser sollte keinen Kalk mehr enthalten und Zimmertemperatur haben. Diese Menge reicht auch für überschulterlanges Haar. Die Menge des Apfelessigs kann erhöht werden, wenn das Wasser sehr hart ist. Kalk macht die Haare stumpf und hinterläßt unschöne weiße Spuren in Kämmen und Bürsten.
  2. Haare gründlich mit einer Bürste mit Naturborsten bürsten. Es ist etwas dran an den alten Geschichten mit den 100 Bürstenstrichen: das natürliche Fett wird gleichmäßig verteilt, dadurch trocknen die Längen und Spitzen nicht aus und gleichzeitig werden lose Haare entfernt und landen nicht im Abfluß. Die Kopfhaut wird durchblutet und die Wäsche effektiver. Naturborsten schonen die Haarstruktur und sind auch sanft zur Kopfhaut.
  3. Ob die Haare jetzt über Kopf gewaschen werden oder unter der Dusche von oben ist egal. In jedem Fall sollten sie mit warmen Wasser gut durchnässt werden. Danach die Hälfte der aufgelösten Seife direkt auf die Kopfhaut geben und sofort mit noch mehr Wasser aufschäumen. Mit warmem Wasser (nicht zu heiß) gründlich ausspülen und den Waschvorgang noch einmal wiederholen. Unsere Haarseifen entwickeln alle viel Schaum. Sollte der Schaum bei der ersten Wäsche noch sehr moderat ausfallen, wird er auf jeden Fall bei der zweiten üppiger.
  4. Wichtig ist darauf zu achten, daß die Kopfhaut gut mit dem Schaum massiert wird. Die Haarspitzen können ausgelassen werden. Sie bekommen genug Reinigung durch das Ausspülen. Vor allem der Nackenbereich muß gut eingeschäumt werden, da hier bei langen Haaren sonst schnell ein fettiges Gefühl entsteht.
  5. Eine Faustregel für das Spülen der Haare: mindestens doppelt so lange spülen, wie shampooniert wurde. Und immer warm ausspülen.
  6. Bei langem Haar erst die Haarspitzen mit der sauren Rinse durchfeuchten und dann den Rest mit einem Guß über die Haare verteilen und kurz einwirken lassen. Danach mit kühlem Wasser nachspülen.

Tipp: Wem das Hobeln der Seife zu umständlich ist, kann auch ein kleine Scheibe abschneiden und in einem Becher mit lauwarmem Wasser bereitstellen. Nach ein paar Minuten hat sich soviel Seifenwasser gebildet, daß man damit die Haarwäsche beginnen kann um dann bei Bedarf an strategisch wichtigen Stellen wie dem Nacken die Seife direkt in kreisenden Bewegungen über die Haare streicht. Am besten nutzt man die Einweichzeit unter der Dusche für die restliche Körperpflege und kann sich dann auf das Waschen und Spülen konzentrieren.